Sommerfahrt 2016

Zu einer der vielen Aktivitäten einer Pfadfinderschaft gehört es, gemeinsam auf Fahrt zu gehen. Traditionsgemäß wird dabei unter einem Tarp geschlafen und von einem zum nächsten Campingplatz gewandert oder gepaddelt. Für die Sommerfahrt in der letzten Ferienwoche mussten wir leider ein paar dieser Traditionen brechen. Irgendwie hatte Tillmann es geschafft, durch herumtelefonieren, die ausgebaute Scheune des Gemeindehauses von Alt-Strelitz zu mieten. Als Scheune war der Gebäudekomplex nicht mehr zu erkennen. Viel mehr bestand das Haus aus einem knapp zwei Meter hohem Dachboden, der uns als Schlafraum diente, aus einem Aufenthaltsraum mit Tisch und einem buchbeladenen Regal und einer jeweils einer sanitären Einrichtung für die männlichen und die weiblichen Individuen. Die Individuen sind in diesem Fall Jonas und Tillmann als Betreuer und Clara, Ottilie, Linda, Emily, Lotte, Ronja, Sascha, Martin, Marcel, Michael und Max als Reiseteilnehmer. Die Mahlzeiten Frühstück und Abendbrot nahmen wir in einem Saal des Gemeindehauses, in dem normalerweise Gottesdienste für die Gemeinde abgehalten werden. Angrenzend befand sich eine Küche, die zwar besser ausgestattet war, als das, was wir sonst immer mit auf Fahrt nehmen, dennoch herrschte ein Mangel an Brettern, wodurch ein gemeinsames Arbeiten in der Küche erschwert wurde. Aber Clara hat sich souverän als bereit erklärt, für das Kochen am Abend, die Verantwortung zu tragen. Unter ihrer Anleitung haben dann einige von uns diverse Abendmahlzeiten, wie zum Beispiel Spinat mit Kartoffeln und Ei, Fischstäbchen mit Kartoffelbrei, Pizza und anderes zubereitet.

Für viele mag das jetzt klingen, als hätten wir den ganzen Tag nichts anderes gemacht als zu Essen. Böse Zungen würden genau dies behaupten, aber es war nicht ganz so. Direkt am ersten Tag (01.08.2016) haben wir uns Fahrräder ausgeliehen und sind auch sofort zu unserer ersten Tour aufgebrochen. Diese führte uns nördlich um den Zierker See nach Userin und dann oberhalb des Woblitzsees zurück nach Alt-Strelitz. Die nächsten Tage sahen nicht anders aus, nur dass unsere Fahrt einmal von einem Regenschauer, immer wieder aber von Badepausen in verschiedenen Seen unterbrochen wurde. Am Dienstag haben wir uns von einem Ranger durch den Nationalpark führen lassen. Auf dem Fahrrad und zu Fuß hat er uns zu verschiedenen Seen und Aussichtspunkten mitgenommen und die Vorgänge und Geschehnisse im Nationalpark erklärt.

Alles in Allem war die Fahrt ein toller Abschluss der Sommerferien, da Clara ab September ein Jahr in Neuseeland verbringt und die meisten von uns jetzt in die Sekundarstufe II einsteigen, um in zwei Jahren das Abitur zu machen.

Viele freuen sich bestimmt jetzt schon auf die nächste Fahrt in den Herbstferien.

Bis dahin. Tschau!

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